Kaloriendefizit & Hashimoto? Wie genau?

Guten Morgen und einen schönen Montag meine lieben Hashis,

Heute wieder bisschen langweilige Theorie

ich habe in den letzten 2 Monaten eine kleine Studie an mir selbst vorgenommen. Ich möchte euch damit in Zukunft noch besser helfen können und auch mich selbst besser steuern.

Der Grundgedanke – Wieviel kcal Defizit brauche ich als Hashi um abzunehmen?
In der Theorie sagt man ja, das ein stoffwechselgesunder Mensch 7000 kcal benötigt um ein Kilo zu oder ab zu nehmen. Ich brauche also bei einem relativ normalen und moderaten Defizit von 500 kcal täglich, ca. 2 Wochen um 1 Kg abzunehmen.

Soviel zur Theorie.


Ausgangsbasis und Einstellung mit LT und NEMs
Ich bin derzeit wie folgt eingestellt:
Mein ft3 war vor 2 Wochen bei 85%, ft4 nur bei 55% aber ich habe nun noch einmal um 25mg LT (für den ft4) erhöht und kurbel damit die Umwandlung des ft3 hoffentlich nochmals an.

Ich nehme:
Morgens 200mg LT, 10mg Thybon, 200ug Selen
mit dem Frühstück 15.000i.E. Vitamin D3, 1200mg elementares Tri-Magnesium-Di-Citrat, 500mg B12 Komplex (50ug B12 enthalten), 1000mg Vitamin C
Gegen 21-22 Uhr 25mg Zink, 250ug Chrom Picolinat und 100mg Progesteron
direkt vor dem Schlafen: 10mg Thybon sublingual

Meine SD ist komplett tot. Nur noch ein 2,5ml großer und verknorpelter Haufen, totes Gewebe.

Zum tracken nutze ich Lifesum und die Polar App meiner Pulsuhr mit EKG genauem Brustgurt.

Ich habe eine sehr gute Waage, die bei Wiederholmessungen wirklich immer das gleiche anzeigt. War aber zur zusätzlichen Kontrolle auch mal beim Arzt auf der Waage.

Meine Körpertemperatur ist Hashi-typisch mit nur noch 36 Grad, um 1-1,5 Grad niedriger, als für mich früher normal (37,5°), was schon für einen stark verminderten Grundumsatz spricht, aber dazu später mehr.


Die Durchführung
Ich habe seit Januar nun täglich 2500 kcal gegessen.
Verbraucht habe ich im Schnitt täglich 3500 kcal inkl. 1h Sport und 30min walken am Tag, mit Hundi.

Das bedeutet also ein Defizit von 1000 kcal täglich, also Tatsache 7000 kcal die Woche. Ich habe unter diesen Bedingungen allerdings nur im Schnitt 300-500g abnehmen können. Mein Ergebnis ist also das es bei uns eher das Doppelte sein muss, auch wenn man gut eingestellt ist.

Das Problem hierbei ist, im umgekehrten Falle, ist es sogar noch viel heftiger. Wenn ich 1000 kcal täglich zuviel esse, habe ich prompt nach einer Woche 3-4 kg mehr auf der Waage. Sicher, da ist jede Menge Wasser dabei, aber letztlich ist das total verrückt.


FAZIT
Für mich: Unser Defizit muss eventuell also größer ausfallen, als bei einem gesunden Menschen. Es ist aber machbar. Das bedeutet für mich aber auch, das ich mich etwas entspannen kann. Dem System einmal so halbwegs hinter gestiegen, kann ich jetzt gezielter planen. Das ist das Positive daran.

Wem ist so etwas noch aufgefallen oder hat jemand gegenteilige Erfahungen?


Quellen

https://viamedici.thieme.de/lernmodule/physiologie/schilddr%C3%BCsenhormone+thyroxin+t4+und+triiodthyronin+t3
https://www.amboss.com/de/wissen/Hypothyreose
https://www.thieme.de/viamedici/klinik-faecher-innere-1535/a/schilddruese-4249.htm
https://www.diabetologie-online.de/a/fortbildung-diabetes-und-schild-druesenerkrankungen-1922380
 
 
Über Sebastian 26 Artikel
Sebastian ist selbst betroffen von Hashimoto Thyreoiditis, Buchautor, Sportler, Übungsleiter und Blogger aus Überzeugung und Leidenschaft. Er gibt sein Wissen nun seit 2015 erfolgreich im Netz, Büchern und in diesem Blog an andere Hashimoto Betroffene, Insulinresistenz-Erkrankte und Interessierte weiter.

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